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Tierhaarallergie

Eine Allergie kann sich auch gegen Allergene tierischer Herkunft entwickeln. Die Überempfindlichkeit können nicht nur Haare, sondern auch die Hautschuppen des Tieres auslösen, und sogar der Speichel der Katzen während des Waschprozesses der mit der menschlichen Haut in Kontakt tritt oder auch die Eiweißhaltigen Stoffe im Katzenurin.

Wenn Tierhaare und -hautschuppen trocknen, vermodern, und diese Allergene in Form von Feinstaub in der Luft landen, können sie beim Einatmen schwere allergische Beschwerden der Atemwege verursachen. Die Allergene können neben den wohl bekannten Beschwerden Heuschnupfen oder Asthma, auch Hautkrankheiten verursachen.

Wenn jemand gegen Tierhaare oder -hautschuppen überempfindlich ist, wird das im Alltagsleben unangenehm. Wer dagegen jeden Tag den Folgen ausgesetzt ist, kann schwere Schäden davon tragen.

Die stärkste Überempfindlichkeit gegen Haustiere entwickelt sich Katzen gegenüber.

1. Im Speichel und Balggeschwulst der Katzen wurde ein Eiweißstoff, das Glykoprotein nachgewiesen, welcher allergisierend sein kann. Dieser Stoff kann bei überempfindlichen Menschen sehr bald sogar einen Asthmaanfall auslösen. Leider bleibt dieser Stoff sehr lange, sogar bis zu einem Jahr lang auf Möbeln oder Kleidern. Damit wird es auch in Räumlichkeiten hingetragen, die von den Katzen seltener oder gar nicht aufgesucht werden. Französische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Kater wesentlich mehr allergisierendes Eiweiß produzieren als ihre weiblichen Artgenossinnen, daher können bei einem Kontakt mit einem Kater schwerere Symptome auftreten. Jedoch sind auch im Urin der Kätzinnen Allergene zu finden.

Forschungsergebnisse belegen, dass trotz einer gründlichen Reinigung der Wohnung noch Jahre später immer noch die Konzentration der Katzenallergene sehr hoch geblieben ist. Weitere Untersuchungen zeigten, dass diejenigen, die in ihren ersten sechs Lebensmonaten mit einer Katze unter einem Dach wohnten, viel häufiger einen positiven Hauttest bestätigt bekamen als diejenigen, welche diesen Haustieren erst später begegneten.

2. Früher wohnten Hunde im Hof und hatten die Aufgabe das Haus zu bewachen. In den letzten Jahrzehnten wurden sie einer Art Statussymbol und zogen vom Hof in das Haus oder in die Wohnung. Hundehaare lösen in der Regel eine mildere allergische Reaktion aus. Das hängt auch von mehreren Faktoren, wie zum Beispiel auch von der Rasse ab.

3. Pferdehaltung ist nicht mehr so verbreitet, aber viele Mädchen gehen reiten, daher muss man auch hier an die Allergene denken. Früher gab es noch Pferdehaarmatzratzen, aber diese sind inzwischen nicht mehr im Gebrauch.

4. Viele Kinder möchten Goldhamster halten. Es ist aber gut zu wissen, dass die Tierchen sehr stark allergisierend sind, daher ist das Risiko einer Allergieerkrankung relativ groß.

5. Die Haare von Meerschweinchen, Ratten oder Mäuse können auch allergische Reaktionen auslösen, vor allem unter denen, die sich mit den Tierchen beschäftigen (Tierpfleger, Wissenschaftler mit Tierversuche). Aber nicht nur das lebendige Tier, sondern auch dessen Fell kann allergisierend wirken (Pelzmützen, Pelzkragen oder Pelzmantel).

6. Getrocknetes Fischfutter kann auch winzige Insektenarten enthalten, welche bei Überempfindlichen ebenfalls allergische Reaktionen auslösen können.

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