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Insektengiftallergie

Erst in der letzten Zeit kam der Verdacht auf, dass Unfallopfer deswegen die Kontrolle über ihren Wagen verloren, weil sie an starken allergischen Reaktionen litten, die von Insektenstichen ausgelöst wurden. Trotzt der sehr gründlich durchgeführten Obduktion können winzige Stichwunden - welche wegen der zu kurzen Reaktionszeitraum noch reaktionslos geblieben waren - übersehen werden. Die eigentliche Todesursache bleibt hier unerkannt.

In Deutschland wird eine Insektengiftallergie in der Regel durch Wespen-, Bienen- oder Hornissenstiche ausgelöst. Häufig kommt es beim ersten Stich durch das Insekt zu keinen Beschwerden. Erst beim zweiten, dritten, oder mehrmaligen Stich kommt es nach einigen Minuten nach dem Insektenstich zu einem anaphylaktischen Schock.

Bienen als Allergene

Die Anaphylaxie ist das Zeichen einer klassischen allergischen Reaktion. Diese kann zwar von mehreren Allergenen ausgelöst werden, wird aber am häufigsten durch Bienen- oder Wespenstiche verursacht. Einige Minuten nach dem Insektenstich reagieren Insektengiftallergiker mit Hautrötung, heftigem Herzklopfen, Schwindel, Brustenge, Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen. Bekommt der Allergiker keine Hilfe, kommt es zum Blutdruckabfall, beschleunigtem Puls, zu Atemnot und das Herz kann sogar aufhören zu schlagen. Es sollte sofort der Notarzt benachrichtigt werden. Außerdem sollte nach dem Anfall sofort ein Allergologe aufgesucht werden, da die Allergiker in ständiger Lebensgefahr leben. Kommt es nicht schnell zur Hilfe, kann der Insektenstich auch tödlich verlaufen. Deswegen sollte man diese Erkrankung nicht vernachlässigen. Der Betroffene sollte im Sommer immer ein Notfallset bei sich tragen. Der enthält in der Regel ein Adrenalinspray sowie ein Antihistaminikum in Tablettenform.

Eine gründliche Untersuchung ist sehr wichtig. Manchmal kommt es nämlich vor, dass die bei einem sehr unglücklich verlaufenden Bienen- oder die Wespenstich das Gift sofort in den Blutstrom gelangt und einen anaphylaktischer Schock auslöst. Der ist aber keine wirkliche Allergie. Die nächsten Insektenstiche werden keine allergischen Reaktionen hervorrufen außer einer roten, juckenden, brennenden Quaddel, die sich nach einigen Tagen wieder zurückbildet.

Heutzutage gibt es gute Untersuchungsmethoden, mit welchen die Insektengiftallergie zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Wird diese Allergie bestimmt, sollte in einer Fachklinik sofort eine Immuntherapie (Hyposensibilisierung) begonnen werden. Manchmal kommt es zu Nebenwirkungen, daher ist es wichtig die Behandlung in einer Fachklinik durchzuführen. Bis zum Abschluss der Therapie muss der Allergiker im Sommer das Notfallset ständig bei sich tragen. Diese spezifische Immuntherapie führt bei bis zu 95% der Bienen- oder Wespengiftallergiker zum Erfolg.

Zum Schluss ein paar Tipps für Allergiker:

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